Der Reitverein im
Überblick
Der Reitverein Tübach kann auf
über 25 Jahre
Vereinstätigkeit zurückblicken. In der Gemeinde Tübach war das Pferd bis
zur einsetzenden Motorisierung in der Landwirtschaft als Zug- und
Arbeitstier willkommen. Mit Ausnahme von einigen kleinen Nebenbetrieben
waren in allen landwirtschaftlichen Höfen ein oder mehrere Pferde
anzutreffen. Ohne Pferdekraft hätten die alltäglichen Arbeiten auf dem
Bauernhof, vor allem die Erntearbeiten im Sommer und im Herbst kaum
bewältigt werden können. An schönen Sonn- und Feiertagen waren überall
Pferdegespanne anzutreffen. Anstelle der heutigen Parkplätze waren vor
den Gaststätten Anbindevorrichtungen für die Pferde installiert. Unsere
ältere Generation wird die Kavallerie bestimmt nicht vergessen, welche
während Jahrzehnten in unserer Armee eine bedeutende Funktion hatte.
Diese "nostalgische Situation hat sich grundlegend geändert. Bei der
Landwirtschaft hat der Traktor Einzug gehalten und bei den gewerblichen
Betrieben sowie im Militär wurde das Pferd weitgehend durch Last- und
Lieferwagen ersetzt. Erfreulicherweise hat das Pferd in der Freizeit und
im Sport einen neuen Stellenwert bekommen. Der Pferdesport in der
Freizeit hat heute eine grosse Bedeutung und Anziehungskraft gefunden.
Auch im Reitverein Tübach, der damals nebst den Kavallerievereinen
gegründet wurde, wurden in regelmässigen Abständen pferdesportliche
Veranstaltungen durchgeführt. Es konnte immer wieder festgestellt
werden, dass sich Jung und Alt aus der näheren und weiteren Umgebung
mehr und mehr für den Pferdesport begeistern konnten. Heute zählt der
Reitverein Tübach bereits ca. 160 Mitglieder. Seine Mitglieder
beteiligen Sich aktiv an Spring-, Dressur-, Militaryprüfungen und
Fahrturnieren. Die Förderung dieser Disziplinen ist auch eines der
erklärten Ziele des Reitvereins Tübach. Darüber hinaus soll natürlich
auch die Kameradschaft und der gesellige Teil nicht zu kurz kommen.
Rückblick in die
Vereinsgeschichte des RVT
- 1972
3. Februar, Mittwoch,
20.00 Uhr, Restaurant «Sonne», Tübach
Gründungsversammlung des «Reitclubs Sonne»
Es fanden sich 13 Gründungsmitglieder
zusammen:
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Bruno Zoller |
Josef Bischof |
Werner Locher |
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Charly Winkler |
Edith Bachmann |
Walter Keller |
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Hanni Winkler |
Ernst Fritschi |
Brigitte Widmer |
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Alwin Bachmann |
Peter Siegenthaler |
Lydia Gnädinger |
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- Ziel und Zweck:
Förderung der reiterlichen Weiterbildung und der Geselligkeit.
Dass dabei die formellen
Angelegenheiten eine äusserst untergeordnete Rolle spielten, ist gut zu
verstehen. So nahmen damals auch die Revisoren an den Vorstandssitzungen
teil. Es bestanden jedoch noch keine Statuten.
Der Mitgliederbeitrag wurde auf Fr.
50.-- festgesetzt. Die Teilnahme an allen Vereinsanlässen war im Beitrag
inbegriffen.
- 1973
-
Erstes
Springen im Sittertobel bei
Herrn Heusler. Es bestand aus einem kleinen Cross mit anschliessendem
Parcours und einem Geschicklichkeitstest, ähnlich dem heutigen
Patrouillenritt. Dies geschah alles an einem Tag mit «An- und
Abreise».
1974
- Erstes Jagdspringen.
- Das Jagdspringen führte über eine
Cross-Strecke mit anschliessendem Parcours, ohne dass zwischendurch
eine Ruhepause eingelegt wurde. Die Länge der Strecke betrug ca. 15
km. Gestartet wurde zu zweien, wobei einzelne Pferde allerdings bis zu
viermal starteten.
Beim ersten Springen auf dem Reitplatz
«Sonne» besass der Reitclub noch kein eigenes Hindernismaterial, deshalb
musste das Material teilweise geliehen werden, ansonsten halfen
Provisorien. So wurden, z.B. als Ständerersatz, Pfähle in den Boden
geschlagen.
ca.
1975
Beitritt zum SVP
als Einzelmitglied und Namenswechsel in Reitverein Tübach.
Vereinsreise nach Marbach.
Es konnte damals ein sensationeller Beitrag von Fr. 5.-- pro
Mitglied aus der Vereinskasse geleistet werden.
1983
- Einweihung der neuen
Vereins-Standarte anlässlich
des offiziellen Springens.
- «Ein richtiger Verein braucht eine
Standarte!»
-
- Dass ein solch aktiver Verein auch
Stolz auf eine eigene Standarte sein wird, liegt auf der Hand. 1983
war es soweit. Anlässlich der regionalen Springkonkurrenz wurde die
von Fahnenpatin, Frau Hanni Winkler und Fahnenpate, Herrn Oskar Kreis
gestiftete Standarte zusammen mit dem Patenverein, Kavallerieverein
Rorschach und Umgebung eingeweiht.
-
- Damit entstand auch das
Signet des Reitvereins Tübach.
1984
Beitritt zum Verband
Ostschweizerischer Kavallerievereine 0KV.
Dies ermöglichte den Mitgliedern die
verschiedenen Angebote des 0KV zu benützen. Z.B. Wettbewerbe in allen
Sparten, diverse Kurse, Meisterschaften und Mitbestimmung in der
Dachorganisation über die Delegiertenversammlung.
Seit Vereinsbestehen:
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in den
Wintermonaten; Hallenstunden in Arbon (heute teilweise im Freien,
im Sommer); |
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im
Sommer: gesellige Ausritte, damals meistens mit Picknick und
Musik; |
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im
Dezember: traditionelle Waldweihnacht; |
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im
Frühling: jährliche Bluestfahrt mit Ross und Wagen; |
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Ebenso
wird regelmässig ein Patrouillenritt durchgeführt. |
Damals:
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Durchführung von mind. 10 Vereinsritten pro Jahr; |
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Gesangsstunden für Vereinsmitglieder; |
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Teilnehmer an Anlässen waren meist Konkurrenten und Funktionäre; |
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- Über lange Zeit fand jeweils am Schluss einer Veranstaltung
ein Helferfest statt. Speis und Trank war jeweils gratis. Bei
einem der ersten Helferfeste wurde von einem Mitglied ein
gewonnener Preis (Spanferkel) zum Abendessen gespendet. Motto
des Festes: «ä Guets git wieder ä Guets!»
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Heute:
Nach 20 Jahren besteht ein Verein mit
über 160 Mitgliedern, davon ca. 80 Aktive, ca. 20 Junioren und ca. 20
Ehren- und Freimitglieder.
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